Fotografie im Naturlehrgebiet Buchwald

 

Bericht

Trotz etwas trübem Wetter findet ein eingeschworenes Grüppli von Naturfotografen den Weg nach Ettiswil. Das Naturlehrgebiet Buchwald, das erste in dieser Art in der Schweiz, entstand Ende der Sechzigerjahre aus einer ehemaligen Kiesgrube. Der Kiesabbau war erschöpft und eigentlich beabsichtigte man an diesem Standort eine Abfalldeponie einzurichten - glücklicherweise kam es nicht soweit. Heute ist das Naturlehrgebiet ein Mikrokosmos verschiedenster Lebensräume und vielfältiger Tier- und Pflanzenwelt - ein sehr beliebtes Naherholungsgebiet und Naturschutzzentrum, welches von zahlreichen Schulklassen, Vereinen, Firmen und….. Naturfotografen besucht wird.

Im Schutz des Viersäulen-Unterstands vermittelt uns Stefanie Pfefferli, die Betriebsleiterin des Naturlehrgebiets, kurz und bündig etwas Geschichte zum Gebiet und gibt uns Tipps was es aktuell an Pflanzen und Tieren zu entdecken gibt. Stefanies Erklärungen werden vom kreischenden Gesang der Eichelhäher begleitet; die Eichelsuche hat jetzt Hochsaison.

Wir tauchen ein in die "Tiefen" des Naturlehrgebiets, umrunden die zahlreichen Teiche und Biotope, auf der Suche nach Fröschen und anderen Amphibienarten. Die Frösche sind auf der Hut, eine schnelle, unvorsichtige Bewegung und sie sind weg, abgetaucht und versteckt unter Wasserpflanzen. Leichter Nieselregen ist unser fast ständiger Begleiter und lässt uns hier und dort unter schützenden Bäumen etwas ausharren. Ein Moment zum Innehalten, Ruhe geniessen und tiefem Einatmen der kühlen, frischen Luft.

Das feuchte Wetter lockt auch zahlreiche Pilze ans Tageslicht. Weitere fotografische Highlights sind sicher die Larven der Birkenblattwespe (den Namen musste ich natürlich abklären) und die grosse "dicke" Weinschwärmerraupe. Für Wassertropfen-Bilder ist die Situation fast ideal; nur der Wind ist ab und zu ein Spielverderber.

Die Zeit vergeht wie im Flug. Michael Trummler sorgt im "Froschkönig"-Grill für eine wunderbare Holzfeuer-Glut damit wir unsere mitgebrachten Fleischwaren grillieren können. Michael hat für alles gesorgt, Salat, Chips, verschiedene Getränke, ja sogar "Brösmeli"-Kaffee und Guetzli gibt es zum Dessert. Ich persönlich geniesse sehr die Gespräche und Diskussionen mit den Naturfotografen Kolleginnen und Kollegen. Es gibt immer wieder Interessantes zu erfahren; vor allem die Geschichte von Armin Schatzman über die abenteurliche Rettung eines Jungadlers aus dem Fischernetz hat mich sehr beeindruckt.

Der Regen wird im Laufe des Nachmittags stärker. Das ist für die meisten von uns dann auch der Anlass sich zurückzuziehen und langsam die Heimreise anzutreten. Ein, zwei hartgesottene Fotografen gehen trotzdem nochmals auf die Pirsch. Ein gelungener Anlass geht zu Ende, vielen herzlichen Dank an Stefanie Pfefferli für die Einführung und an Michael Trummler für die Leitung und Catering. Informationen und weitere Details zum Naturlehrgebiet sind auf ihrer neugestalteten Webseite unter www.naturlehrgebiet.ch/nlg/ zu finden.

Bilder