Naturfotografen Schweiz, Logo
letzte Änderung: 03.04.2008
Home        Aktuell        Kontakt        Tips und Tricks        Suche        Vorstand

La Sauge 24. bis 26. August 2007

Zu den Bildern

La Sauge? Was ist denn das? Ah ja, irgendwo hatte ich schon mal davon gehört. Vögel soll es dort geben, viele Vögel. Ornithologisch in den Kinderschuhen steckend und in der Vogelfotografie sowieso, interessierte ich mich sofort für diesen Anlass. Etwas Neues ist ja immer spannend.

Am Freitagnachmittag mit Peter Weber angereist, empfing uns Dani Erni freundlich in der Auberge La Sauge. Als erstes besorgte er mir noch einen exzellenten Mückenspray, mit dem ich die kommenden zwei Tage von den meisten Mücken verschont blieb.

Am Samstag starteten wir bei Tagesanbruch und marschierten mehr oder weniger schwer bepackt dem Broyekanal entlang bis fast zur Mündung des Neuenburgersees. Von einer Beobachtungshütte spähten wir in alle Richtungen. Vogelmässig war leider wenig zu entdecken, nur weit draussen im See tummelten sich Schwäne, Kormorane, Enten usw. Zu weit weg für unsere Objektive. Nach einem stärkenden Frühstück betraten wir als erste Besucher um Punkt 9.00 Uhr das Naturschutzzentrum. In der ersten Beobachtungshütte, an einem grossen Teich gelegen, verbrachten wir die nächsten Stunden. Neben weidenden schottischen Hochlandrindern und umherstreunenden Füchsen besuchten uns Grau- und Seidenreiher. Auch Blesshühner hielten sich um ihr Inselnest auf. Das lange Warten auf den erhofften Eisvogel zahlte sich aus. Immer wieder kam er in unsere Nähe. Während der heissen Mittagsstunden wurde es ruhiger um den Teich. An den vielen Biotopen konnten wir uns dafür fotografisch den Ringelnattern und Fröschen widmen. Die Temperaturen erreichten hochsommerliche Werte. Dies förderte auch die Müdigkeit beim Warten in den Beobachtungshütten. Nach einem feinen Nachtessen wollten wir nochmals zur Seemündung. Auf dem Hinweg wollten Heerscharen von Stechmücken unser Blut saugen. Mit schnellem Schritte erreichten wir dafür umso schneller unser Ziel. Normalerweise wäre hier ein Vogelparadies. Der hohe Seespiegel liess die Sandbänke aber untertauchen. Und genau diese wären für die Limikolen erforderlich. So begnügten wir uns mit dem, was da war: Möwen, Schwäne, Graureiher, Gänsesäger. Aber auch die etwas zu weit entfernt.

Am Sonntag konnten wir nochmals im Naturschutzzentrum die gleichen Vogel- und Tierarten beobachten und fotografieren. Trotz der mangelnden Vielfalt an Vogelarten (zu hoher Wasserstand) war dieses Fotowochenende für mich ein grosses Erlebnis. Es hat auch Wünsche geweckt nach etwas mehr Brennweite bei den Objektiven. Mit vielen schönen Erinnerungen und Eindrücken und dem Vorhaben, wieder einmal hierher zu kommen, verabschiedete ich mich in La Sauge. Dem Organisator Dani Erni sei an dieser Stelle für die perfekte Planung und Durchführung dieses Anlasses herzlich gedankt.

(Bericht von Christoph Müller)