Anna-Barbara Utelli

Event Rückblicke 2024

Kalkalpen mit VTNÖ (9.-12.5.2024)

An Auffahrt besuchen wir auf Einladung des VTNÖ den Nationalpark Kalkalpen südlich von Linz. Bei strahlendem Sonnenschein erkunden wir die uralten Buchenwälder (UNESCO-Weltnaturerbe), Almwiesen am Hengstpass, den Gleinkersee und wilde Schluchten wie die Dr. Vogelgesang-Klamm. Es gibt unzählige Motive zu fotografieren wie Frauenschuh, blasses Knabenkraut, Schmetterlinge, vermooste Buchen, Wurzeln, Totholz, Klee, Pilze und fliessendes Wasser.

Während den Exkursionen und beim Nachtessen in Spital am Pyhrn findet ein reger Austausch statt zwischen den rund 30 VTNÖ und NFS-Teilnehmenden. Am Freitagabend kommt noch Hektik auf nach Meldung von Polarlichtern und tatsächlich der Himmel leuchtet in rosa und einige fotografieren das Spektakel bis tief in die Nacht. Müde, aber glücklich machen wir uns am Sonntag wieder auf die Heimreise in die Schweiz.

Wir danken an dieser Stelle ganz herzlich dem VTNÖ-Vorstand - insbesondere Andreas Durchner für die Organisation und Martin Hartmann für die Exkursionsleitung - dieses wunderbaren Wochenendes in den Kalkalpen und freuen uns bereits auf das nächste Treffen an unserem 25-Jahr-Jubiläum 2026 im Wallis!

Roland Zahnd

Gorges du Durnand (4.5.2024)

Eine halbe Stunde früher als abgemacht trafen wir vor dem Eingang der Durnand-Schlucht ein, wo Peter und Maja uns erwarteten. Das Wetter war besser als vorhergesagt, die Sonne schien und leuchtete ab und zu in die schmale Schlucht.
1877 wurden die schmalen Holzstege erbaut. Die gesamte Strecke über die 14 Wasserfälle erstreckt sich über 1km, wobei 200 Höhenmeter über 330 Treppenstufen zu überwinden sind.
So imposant wie es tönt war es auch. Zerbrechlich kleben die Stege an den Felswänden, man wagte fast nicht an das Geländer zu lehnen, aber die Sorge war umsonst, es hielt stand.
Anschliessend verschoben wir uns zu einem währschaften Z’mittag an den Champex-Lac. Frisch gestärkt umrundeten wir zum Abschluss noch den See und verabschiedeten uns anschliessend mit schönen Bildern im Kopf und auf der Speicherkarte.

Danke Peter und Maja fürs Organisieren!

Patricia Schwarzenbach

Im Reich des Eisvogels (20.4.2024)

Um 8.45 Uhr trafen sich acht Teilnehmende auf dem Parkplatz im Naturzentrum La Sauge mit Hansruedi Weyrich für die Begrüssung und erste Instruktionen. Die Frühexkursion musste leider wegen des unbeständigen Wetters abgesagt werden.

Die Jungvögel waren einige Tage vorher (als es noch warm war) bereits geschlüpft. Wir konnten also viele Flüge des Eisvogels erwarten, da er seinen nimmersatten Nachwuchs mit Fischen versorgen musste. Dementsprechend euphorisch und zuversichtlich gingen wir in unseren Hide am kleinen Teich. Der Eisvogel zeigte sich aber erst einmal gar nicht. Wir schrieben dies den tiefen Temperaturen zu und nutzten die Zeit, um verschiedene Kameraeinstellungen auszuprobieren und Probefotos zu erstellen, damit zum Zeitpunkt X nichts mehr schiefgehen konnte. Hansruedi versorgte uns zudem mit vielen nützlichen Informationen aus seinem reichen Erfahrungsschatz. Ebenso blieb auch genügend Zeit, um sich untereinander auszutauschen, was beides sehr bereichernd war.

Wir übten an den immer wieder auftauchenden Bachstelzen, Blaumeisen und Amseln und optimierten die Kameraführung, um die kleinen Vögel im Flug zu erwischen.
Es sollte noch bis 11 Uhr dauern, bis sich das Eisvogelweibchen zum ersten Mal zeigte, weit weg und pfeilschnell. Wir waren erleichtert und gleichzeitig wurde uns bewusst, dass scharfe Fotos nur mit grosser Anstrengung und ein bisschen Glück zustande kommen konnten. Ungewöhnlich war, dass das Weibchen flog, um die Jungen zu versorgen. Im Normalfall wäre dies die Aufgabe des Männchens gewesen. In unregelmässigen, relativ weit auseinanderliegenden Abständen brachte das Weibchen also zuverlässig Fisch ins Nest, um ein paar Sekunden später in den Teich zu tauchen, um die Essensreste loszuwerden und dann aus unserem Fokus zu verschwinden. Diese sich immer wieder repetierenden Abläufe machten wir uns zunutze, um das eine oder andere Bild zu realisieren.

Das Mittagessen nahmen wir in der Auberge ein, tankten neue Kräfte und wärmen uns auf.
Am Nachmittag erkundeten wir kurz die weiteren Hides im Naturschutzzentrum. Es zog uns aber schnell wieder zum Revier des Eisvogels zurück. Wir waren überzeugt, dass die extra angefertigten Äste als Sitzgelegenheiten nicht nur Dekoration waren. Derweil ignorierte die Eisvogeldame diese nach wie vor. Zwei Graureiher boten unterdessen weitere gelungene Fotomotive.

Als wir beinahe schon nicht mehr damit rechneten, aber immer noch im Hide ausharrten, setzte sich der Eisvogel endlich für mehr als nur ein paar Sekunden auf einen Ast in idealer Distanz. Um 16 Uhr war es also endlich so weit; die Magie im Hide war spürbar und das Kameraklicken hörbar.
Für einige von uns war es die erste intensive Begegnung mit dem Eisvogel. Für alle aber war es ein sehr lehrreicher Tag unter Gleichgesinnten mit Freude an der Natur und der Naturfotografie.

Vielen Dank, Hansruedi, dass du uns dies ermöglicht hast!

Christian Bolzern

Waldfotografie im Mettlenrain (20.4.2024)

Pünktlich um 09.00 sind alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei der Burgerverwaltung Wynau eingetroffen. Trotz trüben Wetterprognosen mit tiefen Temperaturen und hoher Regenwahrscheinlichkeit gab es keine kurzfristigen Absagen, das ist erfreulich und zeichnet die Teilnehmer als echte Naturfotografen aus.

Informationen zum Gebiet mit einem Kartenausschnitt aus Swisstopo und einer Waldreservatskarte von der Burgergemeinde Wynau hatten alle vorgängig bereits erhalten. Es wird vereinbart sich um ca. 12.00 bei der Apothekerhütte einzufinden. So können alle im eigenen Tempo auf Motivsuche gehen, in aller Ruhe den Wald geniessen und die Eindrücke in Bildern festhalten. Das Wetter meint es recht gut, es ist und bleibt zwar frisch und auch Regen fällt immer mal wieder. Der befürchtete Dauerregen bleibt aber aus.

Am Mittag in der Apothekerhütte wird für Grillglut gesorgt. In gemütlicher Runde bei Wurst und Brot mit angeregten Gesprächen und schon wird es Zeit für die ersten sich auf den Heimweg zu machen. Ein Teilnehmer musste bereits vor dem Mittag abbrechen. Die Kälte und Nässe machten seinem Rücken zu sehr zu schaffen.

Ein gelungener Tag in einem schönen Wald.

Beat Bütikofer

Störche in der Hunzikenau (16.3.2024)

Frühmorgens trafen sich 12 Naturfotograf*innen beim Parkplatz «Mühle Hunziken». Mit dabei war auch Simone welche uns als Ornithologin begleitete und uns mehr über die Vogelvielfalt im Hechtenloch wie dann auch später über die Störche im PZM Münsingen erzählte. Es war sehr spannend und interessant welche Vögel frühmorgens putzmunter ihre Liedchen von sich gaben.

Bevor es aber zum PZM ging, gingen wir in ein kleines Waldstück welches vom Biber geflutet wurde und einen sogenannten Auenwald gebildet hat. Auf der Wiese nebenan konnten wir durch das Spektiv von Simone einen Waldwasserläufer und Krickenten sehen. Nun ging es weiter zu den Störchen Richtung PZM.

Die Störche begrüssten uns laut klappernd von den Dächern. Sie sammelten eifrig Äste und flogen damit zu ihrem Horst um weiter daran "rumzuwerkeln". Das Unterfangen schien etwas schwierig zu sein, wollten die gesammelten Äste doch zum Teil partout nicht auf dem Horst verbleiben.

Von Simone erhielten wir interessante Informationen zu den Störchen und ihrem Bruterfolg – 2018 nistete das erste Paar - im PZM Münsingen. Letztes Jahr wurden bereits 31 Störche gezählt (ein Storch fand leider keinen Partner). Die 15 Brutpaare zogen 42 Jungtiere gross - das gibt einen Durchschnitt von 2,8 Jungen pro Horst. Ein Paar war besonders erfolgreich und zog fünf Jungstörche gross.

In diesem Jahr wurden bereits 36 Störche gezählt - es könnten aber auch noch mehr werden da noch nicht alle Störche eingetroffen sind. Neben den Störchen brüten auch Graureiher im PZM Münsingen. Zurzeit sind es drei Paare.

Die Speicherkarten füllten sich rasch mit fliegenden, klappernden und am Boden schreitenten Störchen. Den erfolgreichen Vormittag liessen einige Teilnehmer noch bei einem gemeinsamen Mittagessen im PZM Münsingen bei Fachsimpelei und tollen Reiseerlebnissen ausklingen.

Ein ganz grosses Dankeschön für die Organisation dieses tollen und interessanten Events an Mel Weber und an Simone Sikyr welche uns als Ornithologin begleitete.

Corinna Müller und Andrea Fretz

Vögel am Klingnauer Stausee (10.2.2024)

Um 13 Uhr trafen sich ein Dutzend Naturfotografen, darunter auch 3 Naturfotografinnen, beim Parkplatz der Badi von Klingnau, um unter der Leitung von Roland Zahnd Vögel am Klingnauer Stausee zu fotografieren.

Bevor die ersten Wasservögel den Weg auf die Speicherkarten fanden, musste etwas gewandert werden. Nach Passieren des Damms ging es auf der linken Seite des Stausees zurück Richtung Böttstein. Nun hatten wir die Sonne im Rücken (so lange sie sich zeigte), und auch die ersten Wasservögel wie Brandgänse und Brachvögel wurden gesichtet, aber sie waren schon wacker weit weg! Die Empfehlung, ein Tele mit mindestens 400mm Breitweite zu verwenden, war mehr als berechtigt und schnell wurden Konverter eingesetzt, denn unter 1000mm Brennweite gab es nur sehr kleine Vögelchen!

Mehr als ein Dutzend verschiedene Wasservögel (u.a. Graugänse, Krickenten, Schnatterenten, Löffelenten, Reiherenten und Seidenreiher) zeigten sich und wurden fachmännisch und fachfraulich in Szene gesetzt. Die Zeit verging im Flug, der Himmel wurde immer bedeckter, die ISO-Werte stiegen rasant, und damit wurde die Jagd beendet.

Vielen Dank an Roland für diesen sehr gelungenen Anlass.

Werner Spahni

Winterwunderland Grenchenberg (13.1.2024)

In aller Früh trafen sich rund ein Dutzend Naturfotograf*innen beim Restaurant Untergrenchenberg. Im Dunkel der Nacht wusste man zuerst gar nicht, mit wem man es eigentlich zu tun hat, doch spätestens beim Abmarsch Richtung Wandflue begannen die ersten Gespräche rund um das beste Hobby der Welt. Kurze Zeit später standen wir auch schon auf der Flue und genossen das ferne Alpenpanorama in der Dämmerung – immer wieder ein magischer Moment!

Die Fotograf*innen suchten sich nun ein geeignetes Plätzchen, um den Sonnenaufgang in Szene zu setzen. Das Wetter war dazu fast zu perfekt, ein paar Wölkchen am Himmel hätten noch etwas mehr Dramatik erzeugt. Aber wir gaben uns auch mit diesem sonst wunderbaren Morgen zufrieden und machten unsere Aufnahmen. Anschliessend fachsimpelten wir noch eine Weile, ehe wir uns auf den Weg zum Restaurant zurück machten. Dort wurden wir mit einem feinen Brunch verwöhnt und liessen den Vormittag zufrieden und gesellig ausklingen.

David Burkhard